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Hunde sind Meister im Beobachten und können tatsächlich unser Lächeln imitieren. Foto: pixabay.com

Wenn Hunde uns zur Begrüßung die Zähne zeigen, haben sie manchmal auch ein Lächeln auf den Lippen.

Hunde, als unsere treuesten Wegbegleiter seit Jahrtausenden von Jahren, stehen mit uns in einer ganz besonders engen Beziehung. Dass diese Sozialisation aber bei unseren vierbeinigen Lieblingen aber auch zu außergewöhnlichen Veränderungen im Verhalten geführt hat, wurde von Dorit Feddersen-Petersen an der Universität Kiel untersucht. Die Forschungsergebnisse der deutschen Verhaltenswissenschaftlerin, die sich seit mehr als 20 Jahren dem Sozialverhalten von Hunden und Wölfen widmet, haben Erstaunliches zutage gebracht: Manche Hunde haben tatsächlich ein Lächeln auf den Lippen, wenn sie ihrem Herrchen oder Frauchen zur Begrüßung die Zähne zeigen.

Nachahmung
Feddersen-Petersen geht davon aus, dass unsere vierbeinigen Lieblinge als Meister der Beobachtung und der Anpassungsfähigkeit erkannt haben, dass das Zähnezeigen beim Menschen keine Drohung signalisiert, sondern dass es Teil unseres Lächelns ist. Um erfolgreicher mit uns kommunizieren zu können, ahmen nun manche Hunde dieses Verhalten nach und erwidern so tatsächlich unser Lächeln. Dabei zeigen sie – bei einer Freude oder Entspannung signalisierenden Körperhaltung – mehrfach kurzfristig ihre Zähne. Doch nicht jeder Hund scheint gleich häufig zu lächeln, was ebenso auf eine genetische Veranlagung schließen lässt. Besonders fröhliche Vierbeiner sind etwa der Pudel, der Dalmatiner oder der Windhund.

Foto: pixabay.com

Info:

  • Die Verhaltensforscherin Dorit Feddersen-Petersen untersuchte das Lächeln des Hundes an der Kieler Universität.
  • Sie vermutet, dass Hunde als Meister der Beobachtung unser Lächeln nachahmen, wenn sie uns zur Begrüßung die Zähne zeigen.
  • Das Lächeln des Hundes ist schwer vom fröhlichen Spielgesicht, das auch der Wolf kennt, zu unterscheiden.